Honda CB 750

Honda CB 750 Four

Die CB 750 markiert den Beginn der Neuzeit im Motorradbau. Vor fast fünfzig Jahren sorgte der legendäre Vierzylinder aus Japan auf unseren Straße für Furore – und in den Herzen der meisten Motorradfreunde. Dabei war dieses Bike, dem Grand-Prix-Technik im Rahmen steckte, keineswegs perfekt. Das Fahrwerk zum Beispiel war der wuchtigen Power des 67-PS-Triebwerks nie gewachsen. Trotzdem war die CB 750, daran besteht kein Zweifel, ein Phänomen.

Die CB 750 war das erste Großserien-Motorrad mit Vierzylinder-Reihenmotor und war weltweit ein großer Erfolg und wurde bis 1978 über 550.000 mal hergestellt.

Das blaue Vorserienmodell Dream CB 750 Four wurde erstmals am 25. Oktober 1968 auf der 15. Tokyo Motor Show der Öffentlichkeit präsentiert. Die erste Serienmaschine wurde im Januar 1969 auf dem ersten US-amerikanischen Händlertreffen in Las Vegas, Nevada, vorgestellt. Das Serienmodell CB 750 Four K0 ( Typcode 300 ) wurde ab dem Frühjahr 1969 in den Honda-Werken von Saitama und Hamamatsu gebaut und ab der Mitte 1969 hauptsächlich in den USA und Japan verkauft. Diese erste Version von 7414 Exemplaren ist heute unter dem Namen Sandguss-Modell bekannt und von Liebhabern sehr gesucht.

 

              

Honda CB 750 Four K2, Baujahr 1973

Technische Daten:

Hubraum: 736 cm³, Bohrung x Hub: 61 x 63 mm, Verdichtungsverhältnis 9,0 : 1

Leistung: 67 PS bei 8.000 U/min

Drehmoment: 60 Nm bei 7.000 U/min

4 Keihin-Schiebervergaser: Durchm. 28 mm

4-in-4 Auspuffanlage

Leergewicht: 205 kg

V-max: 198 km/h

Mit diesen Leistungsdaten war die Four das erste Motorrad, das jede BMW, Norton und Triumph hinter sich ließ. Das Fahrwerk wies allerdings deutliche Schwächen auf. Neu war die hydraulische Scheibenbremse am Vorderrad.

Dieser Motorrad-Typ wurde in etlichen, immer wieder modellgepflegten Versionen fast zehn Jahre lang gebaut. Die Mechanik erwies sich trotz vorher geäußerter Bedenken aus der Fachwelt als sehr langlebig. Nicht selten erreichten Motoren dieser ersten 750er Vierzylinder-Serie Laufleistungen von über 150.000 km. Auch das war ungewöhnlich, da man damals allgemein nach 40.000 km mit gründlichen Motor-Überholungsarbeiten rechnete.

Für eine einigermaßen originale CB 750 K2 muß man heute schon 6-7.000,- € ausgeben, eine K0 in Zustand 1 ist sicher nicht unter 14.000,- € zu bekommen. Das Sahnestückchen, eine rare Sandguss K0 kann schon mal 20.000,- € kosten ( Top-Zustand ) – zahlenmäßig die meisten Angebote gibt es in den USA. ( Quelle: Motorrad Classic Price Guide – Edition 2017 )